„Läbigs Bruuchtum“

Der Anlass "Läbigs Bruuchtum" findet alle zwei Jahre statt, das nächste Mal vom 14. - 16. August 2020.

Rückblick "Läbigs Bruuchtum 2018"

Vom 13. – 19. August fand in Trubschachen zum zweiten Mal das Emmentaler Brauchtumsfest „Läbigs Bruuchtum“ statt. Bei strahlendem Sonnenschein kamen Besucher und Besucherinnen in grossen Scharen von Nah und Fern um den traditionellen Handwerker-Markt rund ums Heimatmuseum, am Sonntag, den 19. August 2018, zu erleben. Eine besondere Attraktion war das „Auspacken“ des Holzkohlenmeilers, der schon während der ganzen Woche in einem rund um die Uhr überwachten und minutiös kontrollierten Brandgrosse Holzspälten in Holzkohle verwandelte.

 

Im Emmental lebt traditionelles Brauchtum und wird von Alt und Jung mit Engagement gepflegt. Volksmusik, Gesang und Tanz sind Ausdruck von Lebensfreude und gemeinsamen Werten.

 

Das Heimatmuseum und die Vereine aus dem Dorf haben gemeinsam dieses Brauchtumsfest organisiert um die Traditionen der Volkskultur und des alten Handwerks lebendig zu erhalten.

 

Das Heimatmuseum Trubschachen, betreut durch die Stiftung Hasenlehn in reiner Freiwilligenarbeit, zeigte im Stöckli und Spycher aus dem 18. Jahrhundert auf lebendige und authentische Art, wie man im Emmental zu Gotthelfs Zeiten gelebt und gearbeitet hat. Im Museum und an über 50 Marktständen rund um das Museum zeigten Handwerker, Aussteller und Anbieter alte Handwerkstechniken und Kunsthandwerk: Holzbearbeitung, Schmiede, Sattlerei, Töpferei, Trachtenschneiderei, Herstellung von Trachtenschmuck und Trachtenzubehör, um nur einige zu nennen. Und wer weiss heute noch was Filoschieren, Glanderieren und Gaufrieren bedeutet? Diese vergessenen Techniken wurden im Museum an historischen Geräten vorgestellt. Zwei Zimmerleute bearbeiteten vor dem Haus einen Balken von Hand mit der Axt, auch ein Störenschmied mit seiner mobilen Esse war zur Stelle. Und besonders freute uns, dass der einzige Weissküfer-Lehrling, der diesen Sommer seine Abschlussprüfung bestanden hat, sein selten gewordenes Handwerk vorstellte.

 

Heute wird allein noch im Entlebuch das uralte Handwerk der Meilerköhlerei betrieben. Die „Entlebucher Holzköhlerei“ gehört zur Liste der immateriellen Kulturgüter der Unesco. Als besondere Attraktion betrieb die Berufsköhlerin Doris Wicki einen Meiler auf dem Festgelände. Der Verkohlungsprozess dauerte eine ganze Woche und konnte während der ganzen Zeit besucht und beobachtet werden. Vielen interessierten Personen und Gruppen durfte Doris Wicki während der Woche das Köhlerhandwerk näher bringen.

 

Während der ganzen Woche gab es abends im Festzelt Verpflegung und Unterhaltung. Auftritte von regionalen Volksmusik und Trachtengruppen sorgten für festliche Atmosphäre.

 

Über 150 freiwillige Helfer waren im Einsatz. Nur dank ihnen war es möglich, diesen schönen Brauchtumsanlass durchzuführen.

Blick zurück: Die Erstauflage im August 2016